So wachsen unsere Lagotto Romagnolo Welpen bei uns auf
Unsere Lagotto Romagnolo Welpen wachsen bei uns dort auf, wo später auch das Leben stattfindet. Mitten im Haus, im Garten und mitten in unserem Alltag. Denn ein Welpe muß die Welt nicht erst kennenlernen, wenn er auszieht. Er darf bei uns schon vorher erfahren, daß ein Staubsauger kein Ungeheuer ist, eine Türklingel keinen Weltuntergang ankündigt und Autofahren durchaus zu einem ganz normalen Hundeleben gehören kann.
Eine liebevolle und durchdachte Aufzucht unserer Lagotto Romagnolo Welpen ist für uns ein wesentlicher Teil unserer Zucht. Wir möchten keine Welpen in die Welt schicken, die lediglich neun Wochen älter geworden sind. Wir möchten junge Hunde übergeben, die bereits etwas erlebt, gelernt und verstanden haben und dadurch möglichst gut auf ihr neues Leben vorbereitet sind.
Frühförderung beginnt bei uns schon sehr früh
Die ersten Lebenswochen eines Welpen sind etwas Besonderes. Seine Welt ist anfangs winzig. Wärme, Milch, Schlaf, seine Mutter und seine Geschwister bestimmen den Tag. Und trotzdem beginnt Entwicklung nicht erst dann, wenn ein Welpe sehen und laufen kann.
Vom dritten bis zum sechzehnten Lebenstag arbeiten wir deshalb mit ENS, dem Early Neurological Stimulation Programm. Dabei werden die Welpen für wenige Sekunden mit behutsamen, genau dosierten Reizen konfrontiert. Es geht nicht darum, einen wenige Tage alten Welpen zu beschäftigen oder ihn möglichst früh zu „trainieren“. Es geht um kleine Erfahrungen, die zu genau dieser frühen Entwicklungsphase passen.
Danach wird die Welt Stück für Stück größer. Und wir lassen sie mitwachsen.
Dabei verfolgen wir keinen Stundenplan und schon gar kein möglichst umfangreiches Trainingsprogramm. Frühförderung bedeutet für uns nicht, möglichst viele Häkchen auf einer Liste zu setzen. Es geht um die richtigen Erfahrungen zur richtigen Zeit. Ein Welpe braucht Neues und kleine Herausforderungen. Er braucht aber ebenso Schlaf, Ruhe, Sicherheit und die Möglichkeit, Erlebtes zu verarbeiten.
Dazu gehören vor allem Menschen. Unsere Welpen lernen kleine Kinder ebenso kennen wie größere Kinder und Erwachsene. Auch der selbstverständliche und respektvolle Kontakt mit Menschen mit geistigen oder körperlichen Einschränkungen gehört zu ihrem Erfahrungsschatz. Sie erleben unterschiedliche Stimmen, Bewegungen, Verhaltensweisen und Situationen. Nicht als großes Trainingsprogramm, sondern so, wie Begegnungen später auch sein sollen. Ganz normal.
Ab der fünften Lebenswoche fahren unsere Welpen täglich mit dem Auto. Erst kurz und behutsam, später ganz selbstverständlich. Und weil ein Lagotto bekanntlich nicht sein ganzes Leben auf dem Sofa verbringen möchte, lernen unsere Kleinen auch den Fahrradanhänger kennen. Einsteigen, darin sitzen, neue Geräusche wahrnehmen und feststellen, daß auch diese kleine Welt auf Rädern nichts Beunruhigendes ist.
Auch die Transportbox gehört früh zum Alltag. Sie soll für den Welpen kein Ort sein, den er erst am Tag seines Auszuges kennenlernt, sondern etwas Vertrautes, in dem man zur Ruhe kommen kann und mit dem sich ganz selbstverständlich auch eine Autofahrt verbinden läßt.
Unsere Welpen lernen unterschiedliche Alltagssituationen, Geräusche, Untergründe und kleine Herausforderungen kennen. Immer ihrem Alter entsprechend und ohne sie mit Reizen zu überfordern. Gute Sozialisierung bedeutet für uns nicht, einem Welpen möglichst viel zu zeigen. Sie bedeutet, ihm die Zeit zu geben, neue Dinge mit Sicherheit und Vertrauen kennenzulernen.
Pflegetisch, Schermaschine und Fön gehören beim Lagotto dazu
Auch die Fellpflege gehört bei einem Lagotto Romagnolo zum späteren Leben. Deshalb beginnt sie bei uns nicht erst am Tag vor dem Auszug.
Unsere Welpen werden frühzeitig und behutsam an Bürste, Kamm, Pflege und Berührungen gewöhnt. Dazu gehört auch unser regelmäßiges Tischtraining. Stillstehen, angefaßt werden, Pfoten kontrollieren, Ohren anschauen und sich überall untersuchen lassen wird spielerisch aufgebaut.
Und weil aus dem kleinen Wollknäuel irgendwann ein erwachsener Lagotto wird, lernen unsere Welpen auch Schermaschine und Fön kennen. Zunächst das Geräusch, dann die Nähe, die Vibration der Maschine und den Luftstrom des Föns. Nicht mit Gewalt und nicht alles auf einmal. Es soll für den Welpen einfach ein weiterer Teil seines normalen Lebens werden.
Was ein junger Hund früh in Ruhe und mit guten Erfahrungen kennenlernt, muß später nicht mühsam zum Problem gemacht werden.
Die Pfeife reist später mit ins neue Zuhause
Auch die Grundlage für den späteren Rückruf beginnt bereits bei uns. Unsere Welpen lernen früh ihre Pfeife kennen. Zunächst wird das Signal mit etwas verbunden, das für einen jungen Lagotto ausgesprochen überzeugend ist, mit Futter.
So entsteht eine positive Verknüpfung, auf der die neue Familie später aufbauen kann. Die Pfeife gehört deshalb auch zu den Dingen, die der Welpe mit in sein neues Zuhause nimmt.
Einen fertig erzogenen Hund übergeben wir mit neun Wochen deshalb natürlich trotzdem nicht. Das wäre auch eine ziemlich gewagte Behauptung. Wir möchten vielmehr Grundlagen schaffen, auf denen seine Menschen anschließend weiter aufbauen können.
Ein Welpe muß bei uns nicht funktionieren. Er darf entdecken, ausprobieren, neugierig sein und auch einmal feststellen, daß nicht alles auf Anhieb klappt. Er darf sich erschrecken und erleben, daß die Welt anschließend immer noch in Ordnung ist. Er darf kleine Herausforderungen bewältigen und dabei lernen, daß Menschen Sicherheit geben.
Gesundheit beginnt nicht erst beim Tierarzt
In den ersten Lebenswochen werden unsere Welpen von ihrer Mutter versorgt. Etwa ab der dritten Lebenswoche beginnen wir langsam mit der Zufütterung. Bei der Ernährung unserer Hunde und Welpen legen wir großen Wert auf hochwertiges und möglichst naturbelassenes Futter. Gesundheit beginnt für uns nicht erst beim Tierarzt. Sie beginnt jeden Tag im Napf, bei der Haltung, bei Bewegung und bei einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Hund.
Unsere Welpen werden erstmals im Alter von etwa 14 Tagen entwurmt. Die Entwurmung wird anschließend im Abstand von jeweils etwa 14 Tagen wiederholt.
Auch die tierärztliche Betreuung ist für uns kein einzelner Termin kurz vor dem Auszug. Unser Tierarzt begleitet uns, unsere Welpen und die Mutterhündin während der Aufzucht. Die Welpen werden gechipt und entsprechend dem vorgesehenen Impfschema geimpft. Zu Beginn der neunten Lebenswoche erfolgt schließlich die letzte gründliche tierärztliche Untersuchung vor dem Auszug.
Das dabei ausgestellte Gesundheitszeugnis bekommt jeder Welpe mit in sein neues Zuhause. Für uns ist das ein wichtiger Abschluß der ersten gemeinsamen Wochen und für die neue Familie eine zusätzliche Sicherheit.
Beim Auszug erhält jeder unserer Lagotto Romagnolo Welpen seinen EU-Heimtierausweis sowie ein umfangreiches Ausstattungspaket für die erste gemeinsame Zeit. Die Ahnentafel und der DNA-Elternschaftsnachweis werden nach Fertigstellung und Eintragung ins Zuchtbuch nachgereicht. Selbstverständlich kümmern wir uns darum, daß diese Unterlagen anschließend bei der neuen Familie ankommen.
Unser Ziel als Lagotto Romagnolo Zucht in Niedersachsen sind rassetypische, freundliche, wesensfeste und vor allem gesunde Hunde.
Dabei endet unsere Verantwortung nicht an dem Tag, an dem ein Welpe auszieht. Wir möchten Familien finden, die sich bewußt für einen Lagotto Romagnolo entscheiden und verstehen, daß aus einem kleinen lockigen Welpen ein kluger, aktiver und manchmal ziemlich ideenreicher Italiener wird.
Wenn Sie ernsthaftes Interesse an einem Lagotto Romagnolo Welpen aus unserer Zucht haben, freuen wir uns über Ihre Nachricht. Wir nehmen uns gern die Zeit, Sie kennenzulernen.
Denn am Ende geht es nicht darum, möglichst schnell einen Welpen zu vermitteln.
Es geht darum, daß Hund und Mensch möglichst lange glücklich miteinander leben.